1. Lapalux - Without You (ft. Kerry Leatham)

    (Source: youtube.com)

     

  2.  


  3.  - Pharrell Williams - Happy

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  4. Ein Wochenende in Berlin

    Es ist Montag Nacht, es regnet, es ist kalt und ich bin in Hamburg. Das war letztes Wochenende nicht so denn ich war, wie so einige vielleicht mitbekommen haben, bis gestern Abend in Berlin.

    Einige Impressionen und Geschichten folgen:

    Der Donnerstag fing an mit Arbeit. Für Florena hat meine wundervolle Agentur ein Konzert mit dem wundervollen Erik Penny in der Kulturbrauerei organisiert. Das ganze gab‘s inklusive Freibier für mich. Great success!

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    Direkt danach ging es in Rekordzeit mit einem verplanten Taxifahrer zu Thang, Hakan, Wenke und Marcel in den Tape Club die schon eifrig bei der NOISEY Launch Party am feiern waren. Kraftklub sah ich noch kurz, fand sie allerdings eher lala. Dafür waren Munk, die danach spielten großartig.

    Am Freitag ging ich nachmittags eine Jacke kaufen, traf mich Abends wieder mit Thang und fuhr mit ihm in den Ben Sherman Store zum Freibier trinken und Fotos von den Rifles machen.

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    Später ging es per Shuttlebus ins Cookies wo The Rifles und Crash:Conspiracy live und unplugged spielten. Guter Abend, vor allem weil das Konzert der Rifles in Hamburg einen Tag später seit Ewigkeiten ausverkauft war.

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    Der Samstag Nachmittag wurde zum entspannen genutzt bis es dann Abends mit einigen Hamburger Freunden durch Neukölln ging. Dort entdeckte ich eine direkte Kopie zweier Hamburger Bars. Eine Frechheit! (Oder wollten sie mich etwa locken? Und sowieso: Wieso treffe ich in Berlin mehr Bekannte aus Hamburg als in Hamburg selber?)

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    Nach diesem kurzen Ausflug gab es ein kleines Vortrinken in Boxershorts mit Bloody Mary aus Maßgläsern.

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    Ein bisschen glücklicher ging es dann ins K:Pax zu einer absolut fantastischen Party von 3000 Grad und Klangkost. Es gibt doch nichts schöneres als in den Sonnenaufgang zu tanzen. Hier ein kurzer Zusammenschnitt von dem späteren Outdoor Rave zwischen 8:00 und 11:00 Uhr morgens:

    http://youtu.be/o10IethQo20

    Am Sonntag bin ich dann ohne Schlaf nur leicht übermüdet in Richtung Thang geflitzt und habe es mit ihm endlich das erste mal in den Mauerpark zum Karaoke geschafft. Dank des nur mittelguten Wetters war dies leider auch nur mittelgut besucht aber trotzdem sehenswert.

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    Berlin hat es wieder einmal sehr gut mit mir gemeint, vielen Dank hier noch einmal an Thang und alle anderen, die ich traf, ihr seid großartig. Bis zum nächsten mal!

     


  5. Front, left, right, back again!

    Irgendwann im Januar bildete sich eine relativ große Eisfläche auf dem hinteren Teil des Hamburger Berges, einer kleinen Seitenstraße der Reeperbahn voller Bars, Kneipen und kleinen Clubs. Von der Barbarabar bis hin weit an der Hotel Bar vorbei war der gesamte Gehweg gefroren. Im Laufe der Zeit versammelte sich eine kleine Meute um den kleinen Gehweg und wartete. Ab und zu forderte jemand einen ahnungslosen Betrunkenen zu einem Tanz auf, woraufhin beide innerhalb von Sekunden in einer wundervollen Kür zu Boden gingen und von den übrigen Menschen für ihre Leistung bewertet wurden. Viele Passanten gesellten sich zu uns und den übrigen Betrachtern dieses Schauspiels. Im Laufe von 2 Stunden, die wir alle gemeinsam bei Minus-Graden auf der offenen Straße verbrachten wurde sehr viel gelacht, getrunken und Spaß gehabt. Gott sei Dank hatte ich meine Polaroid dabei, um diesen Moment festzuhalten. (Disclaimer: Es hat sich natürlich niemand verletzt, jedem Gestürzten wurde sofort aufgeholfen.)

    Das Foto hat jetzt, am 11. Mai 2011, fast 1 Jahr und 5 Monate nachdem ich eigentlich diesen Blogpost schreiben wollte, wieder Erinnerungen hochgerufen.
    Unglaublich, was sich seitdem verändert hat. Ich bin kein Schüler mehr, ich bin viel gereist, ich habe viel gesehen, viele Menschen kennengelernt und habe einen Job.
    Was sich nicht verändert hat: Ich habe immer noch keinen Masterplan, ich liebe das Leben und die Vibes, die mich bis hierhin gebracht haben. Wozu auch einen Masterplan? Wenn ich mich nicht komplett täusche ist da noch einiges mehr, dass spontan entdeckt werden will. Ich fang am besten schon mal an mich zu freuen.

     


  6. Abitur 2010, Tiefschwarz, Dancing Pigeons & Jamie T

    Wow, was für ein unglaublich vollgestopftes Wochenende. Die halbe Hamburger Jugend ist betrunken und ich mittendrin.

    Die Erlebnisse dieses Wochenendes festzuhalten ist keine leichte Aufgabe aber ich fange einfach einmal ganz chronologisch an und starte am Freitag Nachmittag.

    Gegen 13 Uhr etwa gab ich meine Klausur ab. Circa 2 Stunden später geriet alles außer Kontrolle und es versammelten sich viel zu viele Menschen in meiner Wohnung um ihre letzte wichtige Schulklausur gebührend zu begießen feiern. Auf diese Stunden kann und möchte ich nicht näher eingehen und spule einfach bis zum späten Abend vor.

    Ich habe ja schon viel zu häufig erwähnt, wie schnell man Menschen verliert wenn man etwas angeheitert unterwegs ist – so war es auch wieder an diesem Freitag. Auf unerklärliche Art und Weise waren wir nur noch zu zweit auf dem Weg ins Ego.
    Naja, drauf gepfiffen – Tiefschwarz legt auf, ergo Pflichttermin.

    Im Ego angekommen traf ich neben großartiger Musik auch einen jungen Mann namens Sebastian. Eigentlich hätte dieser Eintrag ja nur ihm gewidmet sein sollen aber wie es der Zufall eben wollte vergaß ich meine Kamera an diesem Abend daheim und belasse es daher bei der namentlichen Erwähnung, ich will ja sowieso gar nicht so oberflächlich werden und die Menschen nur über ihre Fotos profilieren.
    Dieser werte junge Mann jedoch hatte das unwahrscheinliche Glück Pech von mir nach einer Zigarette gefragt zu werden. Aus dieser eher lästigen Geste entwickelte sich schnell ein Gespräch und man bemerkte, dass man deutlich mehr gemeinsam hat als nur die Liebe zur Musik. So schnell können sich Freundschaften entwickeln.
    Deswegen gehört das Ego ja eigentlich zu meinen Lieblingsclubs in Hamburg. Fragt mich nicht warum aber ich habe einfach das Gefühl, dass die Menschen dort deutlich entspannter und freundlicher sind als in manch anderen Locations – das kann natürlich an mir oder dem jeweiligen Zustand liegen aber ich lasse mir da nicht reinreden und spreche hiermit eine Empfehlung aus: Wer noch nicht da war sollte hin. Und zwar zackig.

    Auf diesen grandiosen Abend folgte ein grandioser Morgen. Kein Hangover, keine lästigen Fragen, einfach nur Ruhe. Die nächste Feier war trotzdem schon geplant, es sollte ins Uebel & Gefährlich zu einem Lovetunes Event mit den Dancing Pigeons und Coma aus Köln.

    Das Konzert war wie immer grandios – wer die Dancing Pigeons live gesehen hat weiß, warum kein Musikjournalist mit Vergleichen zu Digitalism zimpert. Die Jungs haben ihr Zusammenspiel meisterhaft verbessert und brachten sogar die Entspanntesten unter uns gegen 3:00 Uhr morgens wieder auf die Tanzfläche. Auch hier möchte ich wieder eine Empfehlung offen legen: Schaut euch die Jungs live an!

    Last but not least: Jamie T!

    Ich frage mich wirklich, was mich dazu veranlasst hat mir ein Ticket für dieses Konzert zuzulegen. Aufgrund der beiden vorangegangenen Tage hielt sich die Begeisterung wirklich zurück und ich war drauf und dran komplett auf das Konzert zu verzichten. Gott sei Dank entschloss ich mich doch für das Konzert und nach einigen Bieren fand die Lust und das Leben auch wieder ihren Weg in meinen Körper zurück also ruckizucki ins Gruenspan gedüst und ab in die erste Reihe.

    Aufgrund welcher Umstände auch immer fiel jedoch die Vorband aus, sodass Jamie direkt um 21:30 seine Show anfing. In eine dicke Jacke gehüllt und mit aufgesetzter Kapuze wusste ich nicht was mich erwartete – ich kannte seine Musik, liebe sie ja sogar, dennoch war ich mir nicht bewusst, was Jamies Qualitäten als Livemusiker hergeben.

    Nach einigen ruhigen Stücken fiel auf einmal der Groschen und die gesamte Menge fing an zu tanzen. In diesem Moment war mir bewusst, dass Jamie Vollblutmusiker ist und verdammt viel Spaß an dem hat, was er tut. Vor allem bei seinen tanzbareren Liedern wie z.B. 368, British Intelligence und Sticks ‘n’ Stones entwickelte sich ein teilweise nicht zu unterschätzender Moshpit, bei dem ich so manches mal ziemlich ins schwitzen kam.

    Nach 2 wundervollen Circle Pits, von denen er sich einen selber vom Publikum wünschte und knapp 1,5 Stunden Spielzeit endete das Konzert und damit auch ein wundervolles Wochenende, in dem gebührend das schriftliche Abitur gefeiert wurde.

    Zum Abschluss noch ein Foto des lieben Herrn T’s.

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  7. Andre

    Meine Herren, was für eine Nacht!

    Aber gut, nicht so vorschnell. Lasst mich von vorne anfangen. Es fing alles relativ normal an. Naja, abgesehen von der Menschenmasse im heimischen Wohnzimmer, Nachbarn auf den Barrikaden und den exorbitanten Massen gewisser Flüssigkeiten.

    Alles in allem sah es nach einem typischen Samstagabend im Hamburger Vorort Bergedorf aus, ab in die örtliche “Disko” Lola und dann irgendwann wieder ins Bett um am nächsten Tag mit dickem Schädel aufzuwachen und sich zu fragen: “WARUM NUR?!”.

    Man kennt das aber, erstens kommt alles anders, zweitens als man denkt und sowieso verleitet der liebe Alkohol doch eh nur zu Schandtaten und so befand ich mich schneller als mir lieb war in der S-Bahn Richtung Hamburg mit einer kleinen aber feinen Horde Menschen.

    Direkt nach der Ankunft auf der Reeperbahn trafen wir noch einige Freunde und beschlossen den Hamburger Berg zu besteigen. Nach einigen Stunden ausgelassenem Tanzens im Pooca machte ich mich dann mit einem Freund auf in Richtung Hans-Albers-Platz auf der Suche nach einem entspannten Ort zum trinken.

    Hier fanden wir eher durch Zufall eine alte Gaststätte in der Querstraße. Diese Gaststätte war genau so, wie man sie sich durch die schlechten Heimatfilme auf ARD und NDR vorstellt: Klein, urig, verraucht, voller interessanter Gestalten mit Lebenserfahrung.

    Hier entstand folgendes Foto mit André (rechts):

    André ist Hafenarbeiter in Kiel und am Wochenende gerne in Hamburg, da ihm die kleinen Kneipen auf St. Pauli sehr gut gefallen. Mit ihm habe ich sehr lange über das Problem der sozialen Veränderung in St. Pauli geredet und über die bedeutenden und unbedeutenden Themen des Lebens philosophiert.
    Ich wüsste leider nicht, wie ich dieses Gespräch besser beschreiben könnte, es ist eines dieser Erlebnisse, die im Gedächtnis weiterleben und sich einfach nicht eins-zu-eins wiedergeben lassen.

    Nach einer knappen Stunde verließen wir die kleine Gaststätte mit einem brennenden Sambuca und machten uns mit einem guten Gefühl im Magen, einem Lächeln auf den Lippen und später noch einem Hesburger in der Hand auf den Heimweg, wissend, dass es noch vernünftige Menschen gibt. Danke dafür, Hamburg.

     


  8. Moritz

    Samstag Abend, Zeit für eine ordentliche Party. Also zack, zack – Bier gekauft, warm angezogen und ab auf die Piste.

    Diesen Samstag jedoch verlief das ganze etwas anders als üblich. Statt einem örtlichen Event mit vielen bekannten Gesichtern beizuwohnen entschloss ich mich, mein Glück irgendwo anders zu suchen und machte mich zusammen mit einem Freund auf den Weg Richtung St. Pauli.

    Nach einem Kampf durch den Hamburger Winter fanden wir uns irgendwann in der Washington Bar wieder, ein überaus charmantes Lokal wie ich finde aber das tut hier ja gar nichts zur Sache. Auf jeden Fall stand uns trotz der netten (und leider Gottes auch verdammt spendablen) DJ’s irgendwann der Sinn nach mehr und so machten wir uns nach einigen Stunden Aufenthalts in der Washington Bar auf den Weg gen Hamburger Berg.

    Dort angekommen trennten sich unsere Wege. Das soll hier und da mal vorkommen. Also dass man sich verliert und dann trotz allerlei Technik im Mobiltelefon nicht in der Lage ist sich zu lokalisieren.

    Also fand ich mich dort irgendwo alleine in der Hamburger Kälte wieder und was macht man dann?

    Natürlich, man fährt nach Hause. NOT!

    Nein nein, man fährt natürlich nicht nach Hause. Wofür wäre sonst das ganze Bier gut gewesen? Also, ich meine in jedem Krieg verliert man mal einen Mann und gibt nicht sofort auf also geht die Reise weiter und führt mich in die Hotel Bar mit der Hoffnung, beim liebenswerten aber verdaaaammt laaaaangsaaaamen Barmann ein paar wärmende Mexikaner zu erstehen.

    Hier entstand dann auch folgendes Foto mit Moritz und einer Freundin, deren Name mir aus vollkommen unerklärlichen Gründen (ähm…ja) entfallen ist:

    Die beiden hatten das fragwürdige Glück und waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort um mir direkt vor die Linse meiner alten Polaroid Kamera zu laufen. Ich hoffe, die beiden freuen sich jetzt über diese Veröffentlichung hier und fühlen sich nicht negativ durch dieses Foto dargestellt. Und mal ganz ehrlich, ich finde die beiden ja wirklich niedlich auch wenn die beiden das Foto nicht so schön fanden. Ich hoffe, hier wirkt es anders und gefällt ihnen. :)

    Ich für meinen Teil hatte durch und durch eine Portion Glück, als ich die beiden traf und irgendwie ist das ja immer so:

    Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Menschlein her. Und trinkt noch einen mit dir. Mindestens.

     


  9. Lion

    Das Pooca auf dem Hamburger Berg hat am Wochenende zur Hauptbetriebszeit für mich ja inzwischen eher den Ruf einer Irrenanstalt als eines guten Tanzlokals. Jedoch muss man dem Laden eingestehen, dass man hier und da mit etwas Glück zwischen den ganzen Alkoholleichen auch die ein oder andere  spannende Gestalt erblickt.

    So war es auch am Samstag dem 16.01.2010.
    Nach einigen Stunden ausgelassenem Tanzbeingeschwinges im Neidklub zu Musik von Dirty Disco Youth, in denen sich jedoch leider niemand fand, der mir die Ehre für ein Foto und ein Gespräch erweisen wollte, verschlug es mich gegen 6:30 seit langem einmal wieder ins Pooca.

    Nachdem ich den Laden lange Zeit versucht habe zu meiden war ich positiv überrascht. Das angenehme an dieser Uhrzeit war ja, dass man tatsächlich Platz zum tanzen hatte, die Musik weniger Kettensägen und mehr Melodien enthielt und die Temperatur etwas unter den sonst üblichen 50°c sank.

    Naja, jetzt aber wieder zum eigentlichen Teil der Geschichte und zum Protagonisten dieses Fotos:

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    Lion, 20 (Rechts auf dem Foto) war eine dieser Gestalten, die ich am Anfang erwähnt habe, denn trotz oder vielleicht gerade wegen seines Jogginghosenlooks und der Sonnenbrille im Winter fiel er auf und mir war klar, dass er mit seinem herausstechenden Tanzstil und seiner Ausstrahlung genau richtig für diesen Blog ist.

    Nachdem er meine Kamera erblickt hatte, wollte er sofort fotografiert werden. Ein für mich ganz neues schönes Gefühl, denn im Laufe der zwei Wochenenden, in denen ich für diesen Blog unterwegs war, bin ich auch vielen Menschen begegnet, die Angst haben, sich mir mitzuteilen, vor allem wenn ich ihnen offenlege, dass die Geschichten für das Internet bestimmt sind.
    Lion hingegen riss sogar noch einen Freund mit vor die Kamera und so entstand eine, zumindest in meinen Augen erstklassige Momentaufnahme, die mehr über ihn aussagt als 1000 Worte und die auch noch die Frage beantwortet, warum man selbst bei arktischer Kälte um die Häuser zieht:

    Weil es die beste Ablenkung zum öden Alltag ist und man den gesammelten Frust der Woche mit den wummernden Bässen vergessen kann.

     


  10. Sören oder der erste Versuch

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     Getroffen habe ich Sören im Baalsaal am 09. Januar 2010 nachdem ich einige Stunden verzweifelt damit zugebracht habe, mir zu überlegen wie ich mit fremden Leuten ins Gespräch komme und es schaffe eine interessante Geschichte zu finden.

    Dort habe ich erneut gelernt, dass häufig der äußere Schein trügt und so manches Lächeln hinter sich eine bissige Zunge verbirgt.

    Nun, zurück zu der eigentlichen Geschichte hinter diesem Bild – wie ihr vielleicht hier oder hier gelesen habt, war mein Plan, Geschichten von und mit interessanten Menschen niederzuschreiben und meinen ersten Fehler fand ich bei der praktischen Umsetzung dieser Aktion: Ich suchte. Es wird zwar häufig gesagt das nur derjenige, der suchet auch findet, jedoch kann ich dies zumindest für diesen Fall nicht unterschreiben denn einfach jemanden ansprechen ist die falsche Methode, da vor allem Nachts viele in ihre eigene Welt versinken.

    Ich war also bereits drauf und dran alle Motivation hinter der Bar zu versenken, da fiel mir auf Toilette etwas auf:

    “Der Kerl vor mir, wer ist das eigentlich und was will der?”

    Okay, man wartet zusammen, meckert zusammen weil der Typ da drinnen seit knapp 30 Minuten auf sich warten lässt und kommt dadurch ins Gespräch. Total banal und uninteressant und trotzdem war es genau das, was mich so fasziniert hat. Ich meine, man kennt sich nicht, hat sich nie vorher gesehen und ist an einem Ort, an dem man doch eigentlich auf seine Privatsphäre pocht und trotz all dieser Faktoren redet man relativ frei über das, was einem gerade so durch den Kopf schießt und schüttelt dadurch so manches mal einige Hände zusätzlich zum letzten Tropfen.

    Nun, auf jeden Fall war diese kurze Begegnung auf der Toilette das, was mich daran erinnerte warum ich überhaupt mit einer Kamera herumlief: Weil ich die Menschen einfangen wollte, die spontanen Begegnungen. Die Leute, die irgendwie das Zeug haben durch was auch immer im Gedächtnis zu bleiben ohne dabei in ihrem Wesen großartig auf Oberflächlichkeiten zu basieren.

    Lange Rede, kurzer Sinn – als ich “diesen Kerl” später auf der Tanzfläche sah fragte ich ihn, ob er bereit wäre mir ein paar Auskünfte für meinen Blog zu geben.

    So erfuhr ich, dass er Sören heißt und 27 Jahre alt ist. Sören stammt aus Hamburg und ist von Beruf her Fluggeräteelektroniker und Schüler.

    Zum Ende des Abends fragte ich ihn noch etwas persönliches. Ich fragte ihn, was ihm diese Musik bedeutet und warum er so gerne Minimal Techno hört. Seine Antwort kann ich getrost unterschreiben:

    “Weil ich super dabei abschalten kann.”